Das
wohl spektakulärste -und gleichzeitig auch gefährlichste-
Kunststück im Repertoire der 2MAGICCardigans
ist ohne Zweifel der spektakuläre Fang einer Revolverkugel
im Flug mit den Zähnen "Bullet Catch"!
Viele
Magier sind dabei weltweit ums Leben gekommen und selbst
der große Houdini zog es vor, diesen "Stunt"
nicht zu wagen (Copperfield übrigens auch...).
| Der
letzte berühmte deutsche Performer Ralf Bialla starb
1976. Das sich der Künstler hierbei in echte Gefahr
begibt, ist vielen Zuschauern offensichtlich nicht klar
und der Künstler selbst verweigert sich oft der Angst
aus Eigenschutz. Das aber auch Klint Michael nicht unverletzlich
ist, musste er nun während einer Pressedarbietung schmerzhaft
feststellen: |
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Ein
Pressevertreter sollte einen Revolver der Marke Magnum cal.44
mit einer scharfen Patrone laden. Vorher markierte ein Prominenten-Komitee
die Kugel und deren Patronenschaft, damit sie später leicht
zu erkennen sein würden. Währenddessen überprüfte
und bestätigte ein anwesender Soldat der Navy Seals die
Echtheit und Unversehrtheit von Waffe und Munition. Der Schütze
sollte dann auf Klint Michaels Mund einen gezielten Schuß
abgeben.
Die Kugel durchschlägt auf ihrem Weg eine Glasscheibe mit
Zielkreuz. Dies soll dem Schützen ermöglichen, genauer
zu zielen und dem Publikum eine visuelle Kontrolle des Schusses
verschaffen. Um sicherzugehen, das alles gut funktioniert und
damit sich das Publikum an einen scharfen Schuss "gewöhnen"
kann, muss der Freiwillige einen Probeschuss durch das Glas
auf eine Blechbüchse abgeben. Die
2MAGICCardigans überzeugen
sich
so -ganz nebenbei- von den Qualitäten des Schützen.
Dieser lebenswichtige Live-Test vor Publikum verlief an jenem
Tage gut - aber dann sollte ein verhängnisvoller Fehler
passieren. Der Gast -wie gesagt ein Vertreter der schreibenden
Zunft- trug (unbemerkt von Klint und Karol) Kontaktlinsen. Im
Normalfall kein Problem, doch hatte er irgendwann auf der Bühne
etwas ins Auge bekommen -nichts schlimmes, ein Stäubchen
nur- aber nun tränte sein rechtes Auge. Aus Angst, er könne
nicht richtig zielen, nahm er die Waffe aus der Handstütze,
schritt er einen Sekunden-Bruchteil bevor er schoss 2 schnelle
Schritte auf die Glasscheibe zu und gab dann erst einen freihändigen
Schuss auf Klint Michael ab.
Es krachte, splitterte und Klint Michael fiel hart zu Boden
- wie vom Blitz gefällt. Das war keine Show, keine einstudierte
Bewegung - das wusste Karol in diesem Moment genau. Sie konnte
was geschehen war nicht verhindern, dazu war die Bewegung des
Schützen viel zu schnell gewesen. Endlose Sekunden später
stand Klint Michael dann wieder auf, lächelte gequält
und zeigte triumphierend die Kugel zwischen seinen Lippen. Er
blutete an Händen und im Gesicht. Es war bis dahin still
geblieben- das atemlose Publikum musste das Gesehene erst verarbeiten.
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Dann
brach plötzlich der Jubel los, denn Alle hatten gemerkt,
das etwas unglaubliches passiert war. Klint Michael Cardigan
hatte es trotz ungünstigster Umstände geschafft,
die Herausforderung zu bestehen. Die Sensation war perfekt
und die Schlagzeilen garantiert!
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Was
war nun genau passiert? Klint Michael sah, das der Schütze
auf ihn zukam und schlug geistesgegenwärtig die Hände
näher vor sein Gesicht. In diesem Moment spürte er
bereits, wie ihn viele kleine Objekte trafen, ohne dies allerdings
zu realisieren. Er hatte nach eigenen Angaben dabei auch keine
Schmerzen, fand sich plötzlich aber auf dem Boden wieder
- genau über einem Blutfleck. Er wusste, das etwas nicht
stimmt, wollte aber die Show unbedingt zum Höhepunkt führen,
was er -ganz Profi- dann auch tat.
| Erklärung:
Der Abstand zwischen Schütze, Scheibe und von dieser
zum Magier ist genau ausgeklügelt. Da der Schuss nun
viel zu dicht an der Glasscheibe abgefeuert wurde, riss
die Kugel einen ungewöhnlich großen und schnellen
Splitterregen mit sich, der Klint Michael genau ins Gesicht
traf. Zudem traf ihn die Kugel weitaus härter als gewohnt,
was dazu führte, das er sein Gleichgewicht verlor.
Ohne Schutzbrille und Handschuhe jedoch wäre wohl weitaus
Schlimmeres passiert. |
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Daran
kann man sehen, das trotz jahrelanger Übung und Praxis
derartige Kunststücke stets gefährlich sind und bleiben.
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung unterhalten Profizauberer
ihr Publikum nicht mit Spielreien, die schon 7jährige beherrschen
können; und der Unterschied zwischen Künstler und
Publikum besteht nicht nur in der Tatsache, das der Zauberer
einen kleinen simplen Trick kennt, der für alles verantwortlich
ist.
So einfach ist es nicht. Der Trick ist nur ein Teil der Gesamtinszenierung.
Ein Profi unterhält seine Gäste durch seine scheinbare
Leichtigkeit und die Sicherheit in seinen Handlungen, Bewegungen
und Vorträgen - Zeugnis einer in langen harten Jahren der
Praxis erworbenen Routine, die es ihm erlaubt, den Erfolg seiner
Darbietung zu garantieren.
Profis schwitzen "es" aus - man spürt was sie
können - dazu
müssen sie sich nicht dämonisch verkleiden oder überspitzt
geben.
Und der Gast ist unterhalten.
Deshalb kostet ein Profi auch etwas mehr,
doch
seine Darbietung werden Sie nie vergessen
- und vielleicht hat er für Sie sogar
sein Leben aufs Spiel gesetzt...